Donnerstag, August 31, 2006

Kino 2006 - 94. Film: Garfield - A Tail Of Two Kitties

Garfield - A Tail Of Two Kitties - 17:15 (Dienstag, den 08.08.06, der Geburtstag meines ältesten Bruders Jörg, der Garfield nicht unbedingt unähnlich ist. Happy Birthday, Jörg!) Der erste Garfield Film war trotz der reizenden Jennifer Love Hewitt und des gut animierten Katers mit der charmanten Bill Murray Stimme ein gräßlich langweiliges Stück Schund. Warum also hab ich mir den zweiten Teil angeschaut? Nunja, erstens ist die reizende Jennifer Love Hewitt immer noch dabei und ich würde mir auch einen Film anschauen, in dem es um Wurmkur geht, wenn sie mitspielt, zweitens ist Garfield tatsächlich immer noch sehr gut animiert und Bill Murray wirklich spaßig in der Rolle, drittens identifiziere ich mich seit neustem mit Garfield, viertens hatte dieser Teil einen besseren Regisseur und eine vielversprechende Doppelgänger-Handlung, fünftens fand ich den Titel irgendwie sexy (leider bezog er sich in keiner Weise auf Jennifer Love Hewitt) und sechstens warum rechtfertige ich mich überhaupt dafür bei Euch? Also, hat sich der Film gelohnt? Absolut. Im Gegensatz zum verblödeten ersten Teil war er sehr amüsante Popcorn-Unterhaltung. So! Deustchland braucht eine leckere Lasagne.

Kino 2006 - 93. Film: Lonesome Jim

Lonesome Jim - Central-Kino 2 - 22:30 (Montag, den 07.08.06) Liv! Oh, Liv! Warum musstest Du nur so früh heiraten und Kinder mit einem Rockstar (Papi-Komplex, was?) kriegen? Ja, Liv Tyler, das entzückendste Schneewittchen-Imitat unserer Zeit, die Frau mit der grandiosen Nase und dem ganz eigenen Charme ist wieder auf der Leinwand zu sehen. Und diesmal nicht in einem dämlichen Stinker wie Jersey Girl. Nein, Lonesome Jim ist ein wunderbar lakonischer Film über Versagen und Depression von Steve Buscemi. Klingt zwar nicht so verführerisch, aber er war wirklich gut (und Versagen & Depression ist auch gleich viel spaßiger, wenn Liv Tyler im Spiel ist). Witzig, anrührend, schon jetzt nicht mehr im Kino. Sorry. Der Film war toll geschrieben, inszeniert und gespielt (Casey Affleck war ein toller Lonesome Jim), sah allerdings fürchterlich aus, weil dem guten Buscemi im letzten Moment die Finanzierung flöten ging und er seine Drehtage halbieren und auf Digitalem Video drehen musste. Tatsächlich wurde der Film auf dem selben Kameramodell gedreht wie mein 400 €-Epos Rette Robert (allerdings hat Buscemi damit nicht so hübsche Bilder hingekriegt wie wir. Danke Gordon, Teymur, Guido!). Ach, mein Film (der irgendwie auch von Versagen und Depression handelt, aber leider ohne Liv Tyler auskommen muss) ist jetzt übrigens fertig. Wenn Ihr alle die Daumen drückt, ist er schon Mitte September in einem Kino in Berlin oder auch Hamburg zu sehen. Yay! Deutschland braucht eine ordentliche Rette Robert Premiere.

Dienstag, August 29, 2006

Kino 2006 - 92. Film: Pirates of the Carribean - Dead Man's Chest

Pirates of the Carribean - Dead Man's Chest - Grindel 1 - 16:45 (Dienstag, den 01.08.06) Ja, irgendwie uninteressant über diesen Film schreiben zu müssen. Ich fand den ersten ja ziemlich unterhaltsam, aber lange nicht so genial wie die Massen von Kinogängern, die nun auch den zweiten Teil zu einem Megaerfolg gemacht haben. Und auch dieser zweite Teil ist ziemlich unterhaltsam ohne irgendwie genial zu sein. Die Handlung ist ein wenig lau und der Film etwa eine halbe Stunde zu lang (eher vorne als hinten), es gibt tolle visuelle Effekte, einen lustigen Johnny Depp, eine schnuckelige Keira Knightley, einen überflüssigen Orlando Bloom und sehr, sehr viele aufwändig zurecht gebastelten Actionsequenzen. Die beeindruckendste ist leider auch die erste und von da an werden die Szenen immer weniger gut ausgekügelt. Im Finale sieht man dann einen Kampf mit einer Riesenkrake gefolgt von einem Kampf mit genau der selben Riesenkrake. Mein guter alter Kumpel Henning fand den zweiten Teil (glaube ich) besser als den erste, aber der erste gefiel ihm eigentlich auch gar nicht besonders. Ich fand die beiden Filme, wie gesagt, ziemlich unterhaltsam, aber weit entfernt von Meisterwerken. Deutschland braucht Winona Ryder Doubles.

Montag, August 28, 2006

Neulich auf Satria.de

Heute bekomm ich auf einer Uralt-Blogeintragung (vom Februar) einen Kommentar vom Betreiber der Website Satria.de. Das ist leider keine Website auf der mir gehuldigt wird, sondern irgendeinem anderen halbindonesischen Satria. Also nochmal zum Vergleich: Das hier auf dem Bild bin ich und hier findet ihr den anderen Satria. Sachen gibt's. Deutschland braucht einen Steuerberater.

Mittwoch, August 23, 2006

Kino 2006 - 91. Film: The Lake House

The Lake House - Grindel 3 - 14:30 (Montag, den 31.07.06) Neulich war ich in Hamburg und wollte mit meiner guten, alten Ex-Freundin Nora ins Kino gehen (haben wir früher sehr oft gemacht), aber leider gab es nur einen Film, den wir beide noch nicht gesehen haben. Er handelte davon, dass der gutaussehende und symphatische (aber chronisch untalentierte) Keanu Reeves in einem Glashaus am See wohnt (ohne Klo, wie Nora sehr schnell feststellte) und durch einen magischen Briefkasten mit der vorherigen Bewohnerin Sandra Bullock kommuniziert. Wie das geht? Seine Briefe werden durch die Magic Mailbox zwei Jahre in die Vergangenheit geschickt, wo Sandy sie (als zu dem Zeitpunkt aktuelle Bewohnerin des Klo-losen Glashauses) dann aus dem Kasten fischt, liest und beantwortet. Keine Ahnung, ob das japanische Original (ein Film mit dem bemerkenswert japanischen Titel Il Mare) diese recht originelle, aber auch kniffelige Prämisse besser erzählt hat. Das amerikanische Lake House war jedenfalls abwechselnd langweilig und lachhaft und konnte das fantasievolle Gimmick nur selten überzeugend verkaufen. Wie auch, mit einem Hauptdarsteller, der nicht mal überzeugend ein Niesen faken kann? Deutschland braucht mehr Zeit in Hamburg.

Henning, der Kreativling

Mein guter alter Kumpel Henning, der Online- Redakteur, ist mal wieder kreativ gewesen und hat für Brigitte.de eine wunderbar aus dem Leben gegriffene Foto-Love-Story gebastelt, in der er auch noch die Hauptrolle spielt. Der letzte Schritt vor seinem lange angekündigten Kurzfilm-Debüt? Klickt hier, um das Werk zu bewundern. Deutschland braucht neue Liebesgeschichten.

Donnerstag, August 17, 2006

Kino 2006 - 90. Film: L'enfer


L'enfer - Hackesche Höfe Filmtheater 5 - 17:30 (Dienstag, den 25.07.06) Die entzückende blonde Dame auf dem oberen Bild ist meine Lieblingsfranzösin Emmanuelle Béart in dem Film L'enfer aus dem Jahre 2005, in dem sie hinter die Affäre ihres Ehemanns kommt. Die entzückende dunkelhaarige Dame auf dem unteren Bild ist meine Lieblingsfranzösin Emmanuelle Béart in dem Film L'enfer aus dem Jahre 1994, in dem ihr übereifersüchtiger Ehemann versucht hinter die Affären seiner Frau zu kommen. In Deutschland kann man die beiden L'enfer-Filme mit Béart übrigens leicht unterscheiden. Der ältere Film von Claude Chabrol hieß hier korrekt übersetzt Die Hölle, während der neuere zur Zeit unter dem etwas halbärschigen Titel Wie in der Hölle läuft. Zu dumm. Denn es ist der zweite Teil der Trilogie, die der polnische Filmemacher Kieslowski vor seinem Tod konzipierte, aber nie selber drehen konnte: Himmel, Hölle und Fegefeuer. Teil Eins hat Tom Tykwer exzellent als Heaven verfilmt. Teil Drei gibt es noch nicht. Und L'enfer vom bosnischen Oscar-Preisträger Danis Tanovic ist Teil Zwei. Eben die Hölle. Ein eindringlich inszeniertes Drama über drei Schwestern, die auf Grund eines düsteren Familiengeheimnisses Probleme mit ihrem Liebesleben haben. Fantastisch fotografiert und geschnitten, intelligent geschrieben und mit toller Musik. Der erste L'enfer war übrigens trotz extrem verführerischer Béart ziemlich öde. Emmanuelle hat kaum von ihrer Attraktivität in den 11 Jahren zwischen den Filmen eingebüßt, dabei hat sie sich überflüssigerweise ihre Lippen aufgeblasen und ist letzten Montag stolze 43 geworden (am selben Tag ist meine kleine Schwester Safira 16 geworden). Happy Birthday, Emmanuelle! Heirate mich! Der Altersunterschied ist mir egal! Deutschland braucht eine eigene Emmanuelle Béart.

Kino 2006 - 89. Film: Poseidon

Poseidon - Cine Star Sony 8 - 22:30 (Samstag, den 22.o7.06) Tja, machen wir's kurz: Katastrophenfilm (warum? heutzutage?). Schlecht geschrieben (ach was!), aber solide inszeniert (besser als Petersens letzter Film Troy). Nette Besetzung (mmh... Emmy Rossum), aufwändige Kulissen und Effekte (war schweineteuer). Kann man sehen (muss man aber nicht). Nur auf großer Leinwand effektiv (soviel zur Videoabend-Option). Deutschland braucht neue Spitzenregisseure in Hollywood (mir fiele da ein neues, wenn auch nicht ganz so junges Talent ein...).